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Kennst du „Kombucha“ oder hast du den herrlich aromatischen, fermentierten Tee vielleicht schon einmal getrunken? Geschmacklich erinnert Kombucha ein wenig an Cider oder Federweißer. Er ist mild prickelnd, säuerlich aromatisch und sehr erfrischend.

Kombucha hat als heilendes Getränk eine Jahrtausende alte Tradition in Fernost-Asien, kam aber erst in den 80er Jahren als Kultgetränk nach Europa, wo er sich in „Hippie-Kreisen“ großer Beliebtheit erfreute. Dank seines tollen, außergewöhnlichen Geschmacks und seiner positiven gesundheitlichen Eigenschaften erfährt Kombucha seit einigen Jahren bei uns ein neues Revival und ist derzeit DAS Trendgetränk des Sommers. Kombucha ist hochwertiger, fermentierter Tee (bevorzugt Bio-Grüntee oder Schwarztee) und dank der Fermentation ein „lebendiges Getränk“ voll gesunder Enzyme, probiotischer Kulturen sowie vielen B-Vitaminen (auch B12). Kombucha bringt unsere Darmflora ins Gleichgewicht, stärkt maßgeblich unser Immunsystem und ist dank der enthaltenen Hefen auch sehr gut für unser größtes Organ: die Haut. Das Geheimnis liegt in der „Mutter des Kombuchas“ – dem Kombucha-Pilz, kurz „Scoby“ genannt. Diese Bezeichnung steht für Symbiotic Culture of Bacteria and Yeast und beschreibt somit seine Zusammensetzung (symbiotische Kultur aus Bakterien und Hefe). So sieht ein Kombucha-Pilz aus:

Neugierig geworden? In diesem Blogbeitrag erfährst du nun alles, was du über Kombucha wissen solltest und ich zeige dir, wie du  Kombucha ganz einfach zu Hause selbst herstellen kannst. Hierfür habe ich mich mit der ManuTeeFaktur in Berlin zusammengetan. Dort erhältst du nämlich nicht nur einen qualitativ sehr hochwertigen und köstlichen Kombucha als fertiges Getränk (full spectrum Kombucha), sondern auch ein „Home Brew Set“, mit dem du selbst Kombucha machen kannst. Und zwar immer wieder, wie du sehen wirst. Los geht’s – hier kommen alle Infos rund um den prickelnd-säuerlichen Zaubertrank.

Bevor ich dir die einzelnen Zutaten und Arbeitsschritte genau zeige, siehst du nachfolgend abgebildet das „Home Brew Set“, das ich hierfür benutzt habe. Wenn du selbst über hochwertigen Bio-Grüntee, Rohrohrzucker und entsprechende Gefäße verfügst, benötigst du nur noch den Scoby, also den Kombucha-Pilz, den du auch separat bestellen kannst. Oder du machst es wie ich und benutzt das Kombucha Starter-Kit der ManuTeeFaktur, auf das du mit dem CODE: LeaGreen 15% Rabatt bekommst und das folgende Bestandteile enthält: Einen hochwertigen Bio-Grüntee, Bio-Rohrohrzucker für 2,5 Liter Kombucha-Ansatz, ein Glas mit Stoffverschluss zum Fermentieren, den Kombucha-Pilz „Scoby“ inkl. „Starterflüssigkeit, eine Abfüllflasche für deinen fertigen Kombucha und eine detaillierte Brau-Anleitung in Deutsch und Englisch.

Und so funktioniert die köstlich-gesunde Tee-Fermentation.

Zutaten für einen Kombucha-Ansatz (Grundrezept)

  • 2,5 Liter Wasser
  • 5-6 EL hochwertiger Bio-Grüntee
  • 200 g Rohrohrzucker
  • 1 Scoby (Kombucha-Pilz inkl. Starterflüssigkeit)
  • Später optional: Einige Blätter frische Minze und/oder einige Stücke frischer Ingwer oder Kamillenblüten

Zubereitung (Tee über Nacht ziehen lassen + 10 Minuten Arbeitszeit + ca. 14 Tage Fermentationszeit)

  1. Bringe 2,5 Liter Wasser zum Kochen. Gebe 5-6 EL Bio-Grüntee hinzu, rühre 200 g Rohrohrzucker in den Tee, schalte den Herd aus und lasse den süßen Tee ziehen, bis die Flüssigkeit erkaltet ist.
  2. Gieße den kalten Tee durch ein Sieb und dann in das (sterilisierte/ausgekochte) Fermentationsglas.
  3. Schneide vorsichtig den Beutel des Kombucha-Pilzes auf und gebe ihn mitsamt der Starterflüssigkeit zum Tee ins Fermentationsglas. Bitte berühre den Scoby dabei nicht mit den Fingern, damit keine unerwünschten Bakterien oder Keime mit ins Glas kommen. Der Scoby sinkt dann zu Boden. Sollte er das nicht tun, wird er sich nach einigen Stunden oder Tagen nach unten hin ins Glas absetzen.
  4. Verschließe das Glas mit einem Tuch, damit der Tee genügend Sauerstoff zur Fermentation hat und lasse den Tee bei Raumtemperatur (ca. 21-23 Grad) rund 10-14 Tage stehen. Schütze das Glas aber unbedingt vor direkter Sonneneinstrahlung.
  5. Wichtig: Schon nach wenigen Tagen bildet sich ein weißer, zu Beginn leicht schmieriger Film an der Tee-Oberfläche. Keine Panik, das soll so sein. Hier bildet sich „der zweite Scoby“, den du künftig für weitere Kombucha-Ansätze nutzen kannst. Im Laufe der Fermentation wird er immer dichter, größer und fester werden.
  6. Nach rund 12 Tagen sollte die Fermentation abgeschlossen sein. Du kannst Deinen Kombucha vorsichtig mit einem sauberen Löffel unterhalb des zweiten, an der Oberfläche treibenden Scobys, probieren. Er sollte angenehm säuerlich schmecken.
  7. Gieße den Kombucha durch ein Sieb in eine saubere Glasflasche (im oben beschriebenen Set dabei). Sowohl mit dem alten als auch mit dem neuen Scoby und jeweils einem Teil des Kombuchas (Starterflüssigkeit) kannst Du nun von vorne beginnen und weitere Tee-Fermente ansetzen. Wenn Du dies nicht möchtest, kannst Du den/die Kombuchapilz(e) mit Kombucha bedeckt in einem geschlossenen Glasbehältnis mehrere Monate im Kühlschrank aufbewahren.
  8. Deinen Kombucha in der Flasche kannst Du nun nach Belieben z.B. mit ein paar Blättern frischer Minze oder einigen Ingwerstückchen geschmacklich noch spannender machen.
  9. Nun hast Du zwei Möglichkeiten: Du kannst Deinen Kombucha in den Kühlschrank geben und so jederzeit genießen (gekühlt ist die Fermentation beendet!). Wenn du den Kombucha aber „prickelnd“ haben möchtest, lasse den Kombucha in der verschlossenen Flasche drei weitere Tage bei Zimmertemperatur fermentieren (2. Fermentation). WICHTIG: Bitte öffne einmal täglich den Schraubverschluss, sonst droht die Flasche wegen des Drucks zu springen.
  10. Nach spätestens 3-4 Tagen solltest Du den Kombucha dann in den Kühlschrank stellen, um die Fermentation endgültig zu stoppen. Nun kannst Du ihn jederzeit erfrischend kühl & spritzig genießen. Viel Spaß dabei!

Wenn Du Lust bekommen hast, die Kombucha-Herstellung selbst auszuprobiere, kannst du in der ManuTeeFaktur entweder nur den Kombucha-Pilz oder das ganze Set bestellen. Hier findest Du alle Infos und die Bestellmöglichkeit.

Ein Tipp von mir:
Mit dem Code: „LeaGreen“ erhältst Du 15% Rabatt auf Deine Bestellung!

Hier noch ein paar wissenswerte, interessante Fakten zu Kombucha sowie zur Kombucha-Herstellung zu Hause

Warum wird der Kombucha-Ansatz so stark gezuckert?

Kombucha ist fermentierter Tee. Die Hefen im Scoby benötigt den Zucker (Saccharose) für die Gärung. Am besten benutzt man Bio Rohrohrzucker, aber auch Kokosblütenzucker oder klassischer weißer Haushaltszucker funktionieren. Am Ende der Fermentationszeit ist wegen des Fermentationsprozesses kaum noch Zucker im Kombucha vorhanden. Also, keine Sorge – Kombucha ist kein gezuckertes, ungesundes Getränk. Ganz im Gegenteil – es ist ein regelrechtes Elixier für deinen Körper!

Enthält Kombucha Alkohol?

Ja und nein, denn wie bei jeder auf Zucker basierenden Fermentation, steigt der Alkoholwert im Kombucha zeitweise auf 2-3% an (dann ist er noch ganz süß). Doch zum Ende der Fermentation hin ist der Alkohol fast gänzlich abgebaut. Es bleibt ein minimaler Restalkohol von ca. 0,5% übrig. Dies entspricht aber zum Beispiel auch dem Alkoholgehalt eines naturtrüben Apfelsaftes oder eines alkoholfreien Bieres. In den Kombucha-Tees der Manu TeeFaktur ist der Alkoholgehalt nie mehr als 0,2%.

Mit welchen Teesorten kann Kombucha angesetzt werden?

Kombucha kann ausschließlich mit „echtem Tee“ (im Englischen „tea“) und nicht mit Tee-Sorten, die keine Tee-Pflanze enthalten (im Englischen so genannte „Infusions“) angesetzt werden. Zu „Infusions“ zählen etwa Kamillen-, Minz oder Früchtetee. Auch aromatisierte Teesorten, wie „Earl Grey“ eignen sich nicht für die Kombucha-Fermentation. Am besten nimmst du starken Grüntee, Schwarztee und weißen Tee. Ganz wichtig und von besonders hoher Bedeutung ist die Verwendung von Bio-Tee ohne Pestizide!

Wie ist das perfekte Mischverhältnis für 1 Liter ?

Auf 1 Liter Wasser werden 8-10 g Tee sowie 80-100 g Zucker empfohlen. Zudem benötigst du den Scoby inkl. Starterflüssigkeit.

Was kann man beim Umgang mit dem Scoby falsch machen?

Wenn er gerade nicht deinen Tee fermentiert, musst du den Scoby immer in Starterflüssigkeit (sein letztes Teeferment) im Kühlschrank aufbewahren. So hält er mehrere Monate. Man darf ihn allerdings nicht einfrieren. Du solltest den Scoby auch nicht mit den Händen berühren, damit keine Bakterien übertragen werden, die deinen Fermentations-Ansatz stören könnten. Bitte gebe den Scoby auch niemals in heiße Flüssigkeit. Dann sterben die lebendigen Kulturen ab. Der Tee sollte bestenfalls kalt oder höchstens minimal lauwarm sein, wenn du den Scoby einlegst. Wenn du dann ein Kombucha-Ferment angesetzt hast, lasse den Scoby in Ruhe seine „Arbeit“ machen. Rühre den Kombucha während der Fermentation bitte nicht um, stelle das Glas nicht in die direkte Sonne, keinesfalls auf eine Heizung und niemals in Nähe eines Aschenbechers. Du kannst den Kombucha-Ansatz allerdings im Vorratsschrank aufbewahren. Er benötigt kein Licht. Eine Temperatur zw. 21-23 Grad ist ideal.

Woran erkenne ich, dass etwas mit meinem Tee-Ferment nicht stimmt?

Wenn sich in deinem Kombucha-Ansatz dunkle, wolkenartige Zusammensetzungen bilden, du grünen oder schwarzen Schimmel bemerkst, ist es leider zu Verunreinigungen gekommen. Dann muss mit einem anderen Scoby ein neues Tee-Ferment angesetzt werden.

Was sind die gesundheitlich positiven Aspekte von Kombucha?

Wusstest du, dass du 10 Mal mehr Bakterien in deinem Darm hast, als körpereigene Zellen? Diese Bakterien sind unglaublich wichtig für deinen Stoffwechsel und ein gesundes, robustes Immunsystem. Aufgrund von Stress, aber auch „schlechter Ernährung“ (zu viel Zucker, zu viel Fett, Geschmacksverstärker, Chemie in unserer Nahrung… etc.)  haben rund 80% aller Westeuropäer einen übersäuerten Magen. Die Darmflora ist nicht (ganz) „intakt“. Dies kann sich z.B. äußern in: Allergien, Stoffwechselproblemen, Durchfall, Abgeschlagenheit/Müdigeit, Hautproblemen, Unwohlsein, häufige Erkältungen etc.  Genau hier unterstützt Kombucha maßgeblich deine Gesundheit. Denn die probiotischen Kulturen (aus dem Griechischen: „pro bios – für das Leben“) in diesem lebendigen Getränk halten deine Darmflora gesund bzw. heilen sie, wenn sie aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Rechtsdrehende Milchsäurebakterien im Kombucha (Glucoronsäure) regen deine Leber und damit die Entgiftung deines Körpers an. Kombucha wird außerdem auch für die äußere Anwendung eingesetzt, z.B. bei Psoriarsis. Kombucha-Kulturen kommen wegen ihrer gesunden Enzyme auch in der Kosmetikindustrie zum Einsatz.

Kombucha ist ein lebendiges, vitalisierendes und erfrischendes Getränk!

Nun wünsche ich dir viel Freude beim Ausprobieren, solltest du Lust bekommen haben, Kombucha selbst zu Hause anzusetzen. Mit Kombucha hast du ein lebendiges, vitalisierendes Getränk, dass deine Gesundheit ganzheitlich unterstützt. Und das beste daran: Kombucha schmeckt einfach herrlich! Alles Liebe, deine Lea