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Als Halb-Österreicherin habe ich Polenta schon in meiner Kindheit als Grundnahrungsmittel kennen und lieben gelernt. Meine Mama hat oft Polenta gemacht – Sterz – wie man in Österreich dazu auch sagt. Wie vielseitig Polenta sein kann, entdecke ich heute als Veganerin immer mehr. Man kann sie mit beliebig vielen Zutaten kombinieren, als Creme aus frischem Mais, gebraten, mit Nüssen oder z.B. mit Roter Beete zubereitet. Bei Polenta ist also „fast alles“ erlaubt. In diesem Rezept mische ich gehackte Pekannüsse in die Polenta, das gibt ihr Biss und macht sie schön nussig. Genial finde ich auch, dass Polenta so unglaublich einfach zu machen ist. Wenn man es einmal raus hat, kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Passend zum Septemberanfang und dem nass-kalten Regen draußen habe ich mir eine besonders nährstoffreiche Kombination mit Schwarzkohl und Shiitake-Pilzen zubereitet. Denn jetzt, wo es langsam Herbst wird und die Temperaturen schnell absinken, sollten wir unser Immunsystem besonders unterstützen. Shiitake werden in der chinesischen Medizin schon seit Jahrhunderten als Heilmittel, vor allem bei Entzündungen, Tumoren und Krämpfen eingesetzt. Shiitake wirken darüber hinaus cholesterinsenkend und enthalten sehr viel Protein und Mineralstoffe. Und der Schwarzkohl – Cavalo Nero – strotzt nur so vor Vitamin C, B, K, Eisen und Kalzium. Aber ehrlich gesagt, ist es vor allem die Geschmackskombi, die einfach unschlagbar ist. Viel Spaß beim Kochen und Genießen – lasst es Euch gut gehen, Eure Lea

Zutaten für 2 Portionen

Für die Polenta

  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 150 g Polentagrieß
  • 25 g Margarine | ich benutze Bio-Alsan
  • 1 EL Kräuter der Provence
  • 60 g Pekannüsse oderWalnüsse
  • 3 Zweige Rosmarin 
  • Meersalz
  • Grober schwarzer Pfeffer
  • Etwas frisch aufgeriebene Muskatnuss
  • Pflanzenöl zum Anbraten

Für das Topping

  • 150-170 g Shiitake-Pilze oder Champignos
  • 130-150 g Schwarzkohl oder Mangold
  • 1 Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Eine Hand voll frische Petersilie
  • Meersalz
  • Schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Sojasoße

Zubereitung (20 Minuten Arbeitszeit + 30 Minuten Kühlzeit für die Polenta)

  1. Pekannüsse mit einem stabilen Messer fein hacken.
  2. Ein Backblech mit Backpapier belegen und bereit stellen. Nadeln von einem Zweig Rosmarin fein hacken.
  3. Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen. Polentagrieß unter Rühren in die kochende Brühe einrieseln und andicken lassen. Margarine hinzufügen, salzen, pfeffern und mit einem Schneebesen immerzu kräftig rühren. 10 g Pekannuss-Stückchen beiseite legen und den Rest der Polenta zugeben und untermengen. Zum Schluss Kräuter der Provence, Rosmarinnadeln und etwas frisch aufgeriebene Muskatnuss in die Polenta rühren.
  4. Wenn die Polenta gut angedickt und ganz zähflüssig ist, die Polenta daumendick und viereckig auf dem Backpapier verstreichen. Mit Hilfe des Backpapier die Ränder Polenta in Form drücken. Anschließend Polenta ca. 30 Minuten abkühlen und fest werden lassen.
  5. In der Zwischenzeit eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Shitake mit Küchenkrepp putzen und klein schneiden. Den harten Strunk des Schwarzkohls entfernen, Kohl waschen und klein schneiden. Petersilie waschen und hacken.
  6. Abgekühlte und erhärtete Polenta mit einem scharfen Messer in dreieckige Stücke schneiden. Ein wenig Öl in einer Pfanne erhitzen und die Polenta beidseitig anbraten. Beim Braten einen Rosmarinzweig mit in die Pfanne geben. Die angebratene Polenta im Ofen warm halten.
  7. In einer zweiten Pfanne ebenfalls 1-2 EL Öl erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchstücke anschwitzen. Dann die Shiitake und den gehackten Schwarzkohl dazu geben und einige Minuten anbraten. Mit Sojasoße ablöschen und das Topping mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Schluss gehackte Petersilie untermengen.
  8. Polenta auf Tellern anrichten. Shiitake-Kohl-Topping auf die Polenta geben. Auf jede Portion einen Löffel gehackte Pekanusskerne streuen. Nochmals Pfeffern und servieren.

Viel Spaß!

Tipp: Wenn Ihr eine geriffelten Bratpfanne *verwendet, erhalten die Polentastücke hübsche Bratstreifen, als käme sie direkt vom Grill. Mit einer solchen Pfanne könnt Ihr auch wunderbar Zucchini, Paprika, Auberginen und anderes Gemüse „wie vom Grill“ zubereiten. (*Amazon Affiliate-Link)