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Magst Du Tempeh bzw. hast Du das fermentierte Sojaprodukt schon Mal probiert? Immer wenn ich auf einer Kochshow oder einem meiner Vorträgen danach frage, stelle ich fest, dass Tempeh noch nicht ganz so beliebt ist, wie er es verdient hätte. Denn Tempeh ist eine sehr nährstoffreiche Fleischalternative und hat einen wunderbar nussigen, herben und leicht „pilzigen“ Geschmack (ähnlich wie Camembert). Tempeh zeichnet sich durch seine gute Bekömmlichkeit, seinen hohen Eiweißgehalt sowie einen hohen Anteil an B-Vitaminen, Eisen und Kalzium aus. Tempeh wird aus ganzen Sojabohnen hergestellt, welche mit Edelschimmelpilzkulturen (Rhizopus oligosporus) versetzt werden und anschließend reifen. Der Fermentierungsprozess sorgt dafür, dass die zuvor eingeweichten und gekochten Sojabohnen fest von einer Pilzstruktur fest umschlossen und schnittfest werden. Die Fermentation von Tempeh macht das hochwertige Eiweiß übrigens besonders gut für den Körper verwertbar. 

Doch ich glaube, dass viele Menschen den etwas herben Geschmack von Tempeh nicht so gerne mögen oder auch einfach nicht wissen, wie man ihn richtig zubereitet. So dachte ich, es ist an der Zeit, Dir einmal ein ganz besonders leckeres Tempeh-Rezept zu zeigen, dass garantiert auch Deinen Gästen, Deiner Familie und auch Deinen Kindern schmecken wird. Also, hier auch an alle, denen Tempeh bislang nicht geschmeckt hat: Gib‘ Tempeh mit diesem Rezept noch eine Chance. Du wirst ihn lieben, versprochen! Wir machen eine herrliche, fruchtige „Tempeh-Bolognese“! Die ist so gut, dass selbst mein Freund Julian meinte, das sei die beste Pasta Bolognese, die ich je gemacht hätte und hey, ich habe schon viele verschiedene Bolognese-Arten ausprobiert. Also, nehme Dir beim nächsten Einkauf in Deinem Bio-Laden unbedingt 400 g Tempeh mit und mache daraus die leckerste vegane Bolognese, die Du je gegessen hast. So, und nun bin ich natürlich unglaublich gespannt auf Dein Feedback zum Rezept. Schreibe mir hier in den Kommentaren, auf Facebook oder Instagram. Ich freu‘ mich drauf, Deine Lea

Zutaten für 3-4 Portionen Tempeh-Bolognese

  • 1 Zwiebel oder zwei Schalotten (ca. 70-80 g)
  • 1 kl. Knoblauchzehe
  • 1 Karotte (ca. 80 g)
  • 400 g Tempeh natur
  • 3 EL Pflanzenöl zum Anbraten
  • 1 EL süßes Paprikapulver
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 EL Dattelsirup* (oder Ahornsirup oder Agavendicksaft)
  • 1-2 EL veganer Balsamico-Essig
  • 5 EL Tomatenmark
  • 1 Dose/ein Päckchen gehackte Tomaten (400g Gesamtgewicht bzw. 240 g Abtropfgewicht)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Optional: Eine Chilischote (oder etwas Chilipulver oder Harissa)
  • Einige Zweige frischer Thymian (oder 1-2 TL Kräuter der Provence)
  • Optional: 1 kl. TL Kakaopulver* (sehr lecker!!)
  • Eine Hand voll frischer Basilikum
  • 100 g (glutenfreie) vegane Pasta pro Portion (hier verwendet: vegane Reis-Spaghetti*)

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Für den veganen Parmesan

  • 20-25 g Pinienkerne
  • 1 Prise Knoblauchpulver (optional, aber lecker)
  • 2 EL Hefeflocken
  • Eine große Prise Salz

Zubereitung (ca. 25 Minuten)

  1. Zwiebel und Knoblauchzehe abziehen und fein würfeln. Karotte waschen, Enden abschneiden und ebenfalls ganz fein würfeln. Tempeh aus der Verpackung nehmen und mit den Händen in eine Schüssel bröseln.
  2. 3 EL Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen. Den gebröselten Tempeh hinein geben und 4-5 Minuten anbraten, bis er etwas Farbe annimmt. Je nach Art der Pfanne eventuell noch 1 EL Pflanzenöl mehr dazu gießen. Dann Zwiebel-, Knoblauch und Karottenwürfel hinzu geben und nochmals rund 3 Minuten kräftig anbraten. Beim Braten bereits Paprikapulver und Kreuzkümmel dazu geben, damit die Gewürze mit anrösten und ihr Aroma gut entfalten.
  3. Tempeh mit Datellsirup kurz karamellisieren lassen und mit  1-2 EL Balsamico-Essig ablöschen. 5 EL Tomatenmark hinzu geben und 2 Minuten mit anrösten lassen. Dann die gehackten Tomaten untermengen und die Pastasoße mit Salz, Pfeffer sowie einigen Blättchen frischem Thymian würzen. (Hinweis: Ihr könnt die Soße natürlich nach Belieben mit Wasser etwas verdünnen, um die Konsistenz zu strecken. Ich selbst gebe aber keine Flüssigkeit zusätzlich hinzu. Die Bolognese schmeckt besonders gut, wenn sie etwas bröseliger ist und nicht eine zu flüssige Soße. Aber das ist Geschmacksache)
  4. Basilikum waschen, trocken schütteln und eine Handvoll gehackten Basilikum in die Soße rühren. Dann die Tempeh-Bolognese vom Herd nehmen. Sie wird später nochmals kurz erwärmt, wenn die Pasta fertig ist.
  5. Vegane Hartweizenpasta oder eine andere vegane Pastasorte (ich habe Reispasta verwendet) in reichlich gesalzenem Wasser nach Packungsanleitung bissfest garen.
  6. Bolognese-Soße nochmals erwärmen, mit der gekochten Pasta vermengen und mit Thymian garniert servieren.

Wer möchte, macht dazu Pinienkernparmesan. Dafür die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne rundum goldbraun anrösten und mit allen anderen dafür angegebenen Zutaten in einem Mörser oder Handmixer zerkleinern.