Veganer Kürbis-Marmorkuchen mit Schokodrops
Dieser vegane Kürbis-Marmorkuchen verbindet saftigen Kürbisteig mit Kakao, Zimt und zart schmelzenden Schokodrops. Frischer Hokkaido wird dafür im Ofen weich gebacken und anschließend mit Pflanzenmilch fein püriert. So wird der Kuchen besonders saftig und fluffig. Das einfache Rezept kommt ohne Ei, Butter oder Ei-Ersatz aus und gelingt unkompliziert in der Kastenform.

Hast du schon mal mit Kürbis gebacken? Falls nicht, wird es höchste Zeit. Denn Kürbis macht sich in Kuchen wirklich fantastisch. Er sorgt für eine tolle Farbe, einen wunderbar saftigen Teig und harmoniert perfekt mit Zimt, Schokolade und den typischen Gewürzen, die wir im Herbst so lieben. Du kannst statt Zimt zum Beispiel auch Pumpkin Spice oder eine Chai-Gewürzmischung verwenden.
Diesen veganen Kürbis-Schokokuchen habe ich inzwischen schon sooo oft gebacken. Er gehört zu den Rezepten, die ich jedes Jahr wieder hervorhole, sobald die ersten Hokkaido-Kürbisse auftauchen. Vor allem, weil er so unkompliziert ist und wirklich immer gelingt. Und das Beste: Du brauchst nicht einmal einen Ei-Ersatz. Der Kürbisteig bindet ganz von selbst wunderbar und wird richtig schön flaumig. Genau so, wie ein guter Kastenkuchen für mich sein muss.

Und dann wäre da natürlich noch die Marmoroptik. Ich liebe es einfach, wenn man den Kuchen anschneidet und Kürbisteig und Schokoteig ineinander verlaufen. Dafür brauchst du keinen zweiten Teig anzurühren. Ein Teil des fertigen Kürbisteigs wird einfach mit Kakao vermischt und anschließend mit einer Gabel unter den restlichen Teig gezogen. Noch ein paar Schokodrops obendrauf und spätestens jetzt weißt du auch, warum ich diesen Kuchen jeden Herbst wieder backe. Probiere ihn unbedingt aus.
Backen mit Kürbis: Welcher Kürbis eignet sich für Kuchen?
Woher kommt dieser Trend eigentlich, mit Kürbis zu backen? Wenn wir an Backen mit Kürbis denken, kommen einem wahrscheinlich ziemlich schnell Pumpkin Pie, Pumpkin Bread und Pumpkin Spice in den Sinn. Kein Wunder, denn vor allem in den USA hat Kürbis eine lange Tradition in der Herbstküche. Inzwischen sind Kürbiskuchen, Muffins und Co. aber auch bei uns längst angekommen. Und ich finde, völlig zu Recht.

Zum Backen verwende ich am liebsten Hokkaido-Kürbis. Den bekommst du während der Kürbissaison fast überall, er ist vergleichsweise günstig und vor allem musst du ihn nicht schälen. Die Schale wird beim Garen weich und kann einfach mitpüriert werden. Alternativ kannst du auch Butternut-Kürbis verwenden. Diesen würde ich für Kuchen allerdings vorher schälen.
Wie bereitet man Kürbis zum Backen vor?
Aber wie kommt der Kürbis nun eigentlich in den Kuchenteig? Ich mache es mir dabei ziemlich einfach. Den Hokkaido entkerne ich, schneide ihn samt Schale in kleine Stücke und vermische ihn mit etwas Kokosöl. Anschließend kommt er für etwa 12 Minuten bei 220 Grad Umluft in den Backofen, bis die Stücke schön weich sind. Das funktioniert genauso gut im Airfryer, geht aber etwas schneller.



Jetzt kannst du den weichen Kürbis zu Kürbispüree oder Kürbismus verarbeiten und für Kuchen, Muffins oder anderes Gebäck verwenden. Ähnlich wie zerdrückte Banane bringt Kürbispüree Feuchtigkeit in den Teig und kann beim veganen Backen zusätzlich zur Bindung beitragen.
Ich gebe beim Pürieren außerdem gerne eine kleine Menge Kurkuma dazu. Das schmeckt man später nicht heraus, die Farbe des Kürbisses wird dadurch aber noch intensiver. Für unseren Kürbis-Schokokuchen mache ich es sogar noch einfacher: Statt erst ein separates Kürbispüree herzustellen, mixe ich die weichen Kürbisstücke direkt mit der Sojamilch, die ohnehin in den Kuchenteig kommt. Fertig ist unsere Kürbisbasis.
Kürbis-Marmorkuchen mit Schokolade und Kakao
Warum sich für mich Kürbis und Schokolade so gut ergänzen? Der leicht herbe Kakaogeschmack passt einfach perfekt zum milden Kürbis und zu Zimt. Du kannst den Zimt übrigens auch durch Pumpkin Spice oder Chai-Gewürz ersetzen und dem Kuchen damit noch ein bisschen mehr Herbstgeschmack verpassen.
Aus meinem Kürbis-Schokokuchen mache ich deshalb einen ganz klassischen Marmorkuchen. Das geht super einfach: Zuerst kommen etwa zwei Drittel des Kürbisteigs in die Kastenform. Den restlichen Teig verrührst du mit 3 bis 4 EL Kakao und einem zusätzlichen Schluck Sojamilch. Der ist wichtig, weil Kakao ordentlich Flüssigkeit bindet und der Schokoteig sonst schnell zu fest wird. Die genauen Mengen findest du unten im Rezept.

Dann gibst du den Schokoteig auf den Kürbisteig, streust ein paar Schokodrops darüber und ziehst beide Teige mit einer Gabel in kreisenden Bewegungen leicht ineinander. Schon entsteht beim Backen die schöne Marmoroptik, die beim Anschneiden besonders gut zur Geltung kommt. Es ist aber wichtig, dass du die beiden Teige nur locker einmal miteinader „verdrehst“/verswirlst. Wenn du zuviel rührst, entsteht nur ein bräunlicher Teig und du wirst die Musterung hinterher nicht mehr sehen. Also ganz vorsichtig unterheben, ja?!

Du möchtest den Kürbiskuchen ohne Schokolade backen oder hast gerade keinen Kakao zu Hause? Kein Problem. Dann lässt du Kakao und Schokodrops einfach weg und gibst den gesamten Teig direkt in die Kastenform. So wird aus dem Rezept ein ganz einfacher, weicher Kürbiskuchen. Hier findest du dazu das passende Rezept, das sich nur minimal – also um den Schokoteig – unterschiedet: Kürbiskuchen ohne Marmorierung
Vegane Kürbiskuchen: Noch mehr einfache Rezeptideen
Du siehst schon, ich liebe es, mit Kürbis zu backen. Deshalb findest du auf meinem Blog inzwischen gleich mehrere vegane Kürbiskuchen und weiteres Kürbisgebäck. Alle Rezepte sind ein bisschen anders und jedes für sich ist super lecker. Wenn du also noch Hokkaido übrig hast, kannst du dich direkt durch meine liebsten Varianten probieren.





Besonders schön und ein echter Hingucker ist mein veganer Kürbis-Schichtkuchen mit cremiger Kürbisschicht. Der besteht aus einem lockeren Nussboden und einer weichen Kürbiscreme mit herbstlichen Gewürzen.
Du magst es lieber fruchtig? Dann probiere meinen Kürbiskuchen mit Zitronen-Ingwer-Glasur. Kürbis und Zitrone sind vielleicht nicht die erste Kombination, an die man denkt, passen aber überraschend gut zusammen. Oder du entscheidest dich für meinen veganen Kürbiskuchen mit Streuseln, wenn du Kuchen mit knusprigem Topping genauso gerne magst wie ich.
Und natürlich gibt es auch noch meinen fluffigen Kürbiskuchen mit Schokodrops. Er kommt ganz ohne Schoko-Marmorierung aus und ist damit eine schöne Alternative zu diesem Kürbis-Schokokuchen. Und falls es mal kein ganzer Kuchen sein soll, pribiere unbedingt die Kürbis-Schoko-Brownies. Die habe ich mal für Halloween gemacht. die sind auch so so gut.Du hast also die Wahl: cremig, fruchtig, mit Streuseln oder mit Schokolade. Kürbis kann Kuchen einfach verdammt gut.
Häufig gestellte Fragen zu Kürbis-Schokokuchen (FAQ)
Veganer Kürbis-Schokokuchen: Jetzt wird gebacken
Jetzt weißt du alles, was du für einen richtig guten veganen Kürbis-Schokokuchen brauchst. Also schnapp dir einen Hokkaido, heize den Ofen vor und probiere das Rezept unbedingt aus. Ich bin gespannt, ob dieser Kürbis-Marmorkuchen bei dir auch zum Herbst-Dauerbrenner wird. Viel Spaß beim Backen und Genießen!

Veganer Kürbis-Schokokuchen
Zutaten

- 250 g Hokkaido-Kürbis entkernt, mit Schale
- 2 TL Kokosöl für das Backen der Kürbisstücke
- 200 ml Sojamilch oder ein anderer Pflanzendrink
- 1 TL Kurkuma kann entfallen, macht den Kuchen aber farblich schön gelb-gold
- 250 g feines Dinkelmehl z.B. Type 630
- 150 g gemahlene Haselnüsse oder gemahlene Mandeln
- 150 g feiner Rohrzucker oder Haushaltszucker
- 1 EL Zimt oder Chai-Gwürz oder Pumpkin Spice
- 1 Prise Salz
- 2 TL Backpulver
- 1 TL Natron oder etwas mehr Backpulver
- 1 EL Apfelessig oder Zitronensaft
- 100 ml Kokosöl und etwas Öl zum Fetten der Kastenform
- 3-4 EL Kakaopulver + etwas Sojamilch zum Verdünnen
- 3 EL Schokodrops einige in den Teig geben, andere als Topping vor dem Backen über den Teig streuen
Anleitungen
- Hokkaido-Kürbis entkernen und mit Schale würfeln. Kürbis mit 2 TL Kokosöl vermischen, auf Backpapier verteilen und bei 200 Grad Umluft rund 12-14 Minuten weich backen.

- Die gegarten Kürbiswürfel mit 200 ml Sojamilch und 1 TL Kurkuma im Mixer pürieren.
- Dinkelmehl in eine Schüssel sieben., gemahlene Haselnüsse (oder Mandeln), feinen Rohrzucker, eine Prise Salz, Zimt, Backpulver, Natron (oder mehr Backpulver) und 1 EL Apfelessig dazu geben.
- Dann die gemixte "Kürbis-Milch" und 100 ml flüssiges Kokosöl (oder Rapsöl) hinzufügen und mit einem Handrührgerät einen gleichmäßigen Teig anrühren.
- Kastenform (25x11 cm) mit Kokosöl (oder Margarine) einfetten und 2/3 des Teigs einfüllen. Restlichen Teig mit 3-4 EL Kakao und 30-50 ml Sojamilch verrühren Schokoteig ebenfalls in die Form geben und mit einer Gabel unter den Hauptteig ziehen.
- Den Teig mit veganen Schokodrops bestreuen und den Kuchen bei 180 Grad Umluft im vorgeheizten Ofen rund 50-60 Minuten backen (Stäbchentest).

- Kürbiskuchen anschließend rund 30 Minuten abkühlen lassen, aufschneiden und genießen.

Hast du meinen veganen Kürbis-Schokokuchen ausprobiert?
Dann erzähl mir unbedingt, wie er dir geschmeckt hat. Ich freue mich immer riesig über dein Feedback in den Kommentaren und natürlich auch über eine Bewertung des Rezepts. Vielleicht hast du den Kuchen ja sogar ein bisschen abgewandelt oder deine eigene Lieblingsversion daraus gemacht?

Ich entwickle und veröffentliche seit vielen Jahren vegane Rezepte und liebe es, meine Erfahrungen und liebsten Küchentricks mit dir zu teilen. Noch mehr neue Rezepte, einfache vegane Alltagsküche und Einblicke hinter die Kulissen findest du auf Instagram und Facebook.

Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Freude beim Backen. Lass dir den Kürbis-Schokokuchen schmecken!





