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Der Bezirk Berlin Zehlendorf, in dem ich wohne, liegt im Süd-Westen Berlins. Von Großstadtgefühl oder Latte-Macchiato-Hipster-Schick ist hier weit und breit nichts zu sehen. Ländlich, ruhig, ein wenig konservativ und sehr gediegen geht es hier zu. Doch als Veganer kann man sich in dieser Ecke Berlins ganz gut durchschlagen, nicht zuletzt wegen eines wunderbaren, winzigen und von außen völlig unscheinbaren Asialadens, der gerade Mal so groß ist wie das deutsche Durchschnittswohnzimmer. Doch die Auswahl an frischen asiatischen Kräutern, Pilzen, Wurzeln, Gewürzen, Sprossen, Pflanzenmilch und frischem Tofu ist grandios. Hier gibt es Trinkkokosnüsse, Edamame, Zitronengras, Thaibasilikum, frischen, jungen Koriander mit Wurzeln, Chilis, Seitan und vielerlei Delikatessen mehr. Die meisten der unten aufgeführten Zutaten habe ich dort erstanden und damit diese feuerscharfe, cremig-sahnige Kokos-Curry-Suppe gemacht. Und bitte lasst Euch nicht verwirren – ich habe für diese leckere Suppe Kokosmilch, aber keine echte Kokosnuss verwendet. Die fand‘ ich nur für das Foto schön und hab‘ sie im Anschluss separat gegessen, während Kokosmilch mit Chili und Shiitake auf dem Herd vor sich hinköchelten…

Zutaten für 2 Portionen

  • Etwas Pflanzenöl zum Anbraten einiger Zutaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Zwiebeln
  • 2 Stangen Zitronengras
  • 600 ml Kokosmilch | ich habe fettreduzierte Kokosmilch verwendet
  • 60-80 g Shiitake Pilze (oder Champignons)
  • 1 EL Misopaste
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 1 Chilischote
  • Ein Bund frischer Koriander
  • 1 EL Sojasoße | kann für eine sojafreie Variante einfach entfallen
  • 1-2 TL frischer Zitronensaft
  • 1 EL Currypulver | ich habe gelbes „Hot Madras Currypulver“ benutzt
  • Grobe Chiliflocken zum garnieren

Tipp: Wer kein scharfes, gelbes Madras Curry hat oder kaufen möchte, kann sich natürlich auch mit den einzelnen Gewürzen behelfen, welche den einmaligen, aromatischen Geschmack dieses Currys ausmachen. das Hot Madras Curry besteht aus Koriander, Kurkuma, Chilipfeffer, Senfsamen, Kreuzkümmel, Pfeffer, Bockshornklee, Knoblauch, Salz und Fenchel.

Zubereitung (ca. 25 Minuten)

  1. Knoblauchzehe und Zwiebel abziehen und fein würfeln.  2 Stangen Zitronengras längs aufschneiden. Shiitake-Pilze mit Küchenkrepp putzen, Stiele etwas einkürzen und die größeren Pilze halbieren oder vierteln. 600 ml Gemüsebrühe bereit stellen.
  2. Pflanzenöl in einem Topf erhitzen. Knoblauch- und Zwiebelwürfel darin etwa 2-3 Minuten anbraten. 1EL Misopaste mitrösten und nach zwei weiteren Minuten 300 ml Gemüsebrühe aufgießen. Zitronengras, eine halbe aufgeschnittene Chilischote, die Shiitake sowie zwei-drei Zweige Koriander in die Suppe einlegen, Kokosmilch dazu gießen und die Suppe 10-15 Minuten köcheln lassen. Nach und nach die restliche Gemüsebrühe zugießen. 
  3. Suppe durch ein feines Sieb in einen zweiten Topf gießen. Die nun fein gesiebte Suppe mit Salz und gelbem „Hot Madras Curry“ würzen. Die Shiitake Pilze sowie einige Zwiebelwürfel aus dem Sieb nehmen und in die Suppe einlegen. Suppe nochmals etwas erwärmen, mit Sojasoße und Zitronensaft abschmecken.
  4. Kokos-Curry-Suppe auf zwei Suppenschüsseln verteilen. Suppe mit viel frischem Koriander und einigen frischen Chiliröllchen garniert und mit Chiliflocken bestreut servieren.