Wirsingrouladen mit Maronenfüllung an Rosmarin-Shiitake-Polenta

Wirsingrouladen mit Maronenfüllung und Rosmarin-Shiitake-Polenta ist ein großartiges Gericht, um gerade auch Mischköstler vom Geschmack, der Raffinesse und Reichhaltigkeit der veganen Küche zu überzeugen. Außerdem lässt es sich sehr gut vorbereiten und eignet sich somit bestens für Einladungen. Die Wirsingrouladen sowie die Polenta können schon Stunden vor dem Essen oder am Vortag zubereitet werden, denn sie schmecken auch warm gemacht hervorragend. Darüber hinaus gehört meine legendäre “Braten”soße zu diesem Rezept. Das Gericht war Teil meines veganen Weihnachstmenüs 2013. Hier ist es nun nochmals einzeln aufgeführt – lass es Euch schmecken!

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Wirsingrouladen mit Maronenfüllung an Rosmarin-Shiitake-Polenta

Portionen 4
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 50 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 20 Minuten

Zutaten

Für die Wirsingrouladen

  • Öl zum Anbraten
  • 6 Wirsingblätter | bzw. einen Wirsingkohl
  • 80-90 g Sojaschnetzel | feinkörniges, texturiertes Soja erhält man in Bioläden und im Reformhaus
  • 200 g gekochte Maronen | eingeschweißt oder aus der Dose
  • 50 g Walnüsse
  • 2 kleine Zwiebeln oder Schalotten
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 EL Hefeflocken
  • 2 EL Kartoffelmehl
  • Salz & Pfeffer

Für die Rosmarin-Shiitake-Polenta

  • Etwas Öl
  • 250 g Mais- bzw. Polentagrieß
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 2 Zwiebeln | eine für die Polenta, eine für die Pilze
  • 3-4 Zweige frischer Rosmarin
  • 250 - 300 g Shiitake (oder Steinchampignons)
  • 4-6 Stängel Petersilie | etwa ein halbes oder ein viertel Bund

Für ca. 450 ml "Braten"soße

  • 3 Scheiben Knollensellerie ohne Rinde
  • 1 Lauchstange | nur den hellgrünen Teil
  • Eine halbe rote Paprika
  • 2 EL Tomatenmark
  • 3 EL dunkler Balsamico Essig
  • 1 EL Sojasoße
  • Ein Schuss Rotwein | nur für den Geschmack, kann durch Brühe ersetzt werden
  • 0,9 - 1 Liter Gemüsebrühe
  • 6 Wacholderbeeren zerdrückt
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver süß
  • 3 Zweige frischer Thymian
  • Etwas Weizenmehl zum Binden der Soße | etw 0,5 EL
  • Etwas Soja Cuisine | Dosierung je nachdem wie "sahnig" man die Soße individuell haben möchte

Anleitungen

  • 6 schöne große Wirsingblätter vom Wirsingkohl schneiden und gut waschen. Da die Wirsingblätter einen sehr harten Strunk haben, sollte man diesen jeweils auf der Rückseite jedes Blattes mit einem scharfen Messer abflachen, damit man die Blätter später gut rollen kann.
  • Einen großen Topf mit Wasser erhitzen und die Wirsingblätter jeweils zuerst 2-3 Minuten im heißen Wasser blanchieren und anschließend in kaltem Wasser "abschrecken".
  • Für die Füllung die Sojaschnetzel in einem Sieb unter fließenden spülen, bis das Wasser klar bleibt. Sojaschnetzel mit einer kleinen Menge Salzwasser erhitzen, quellen lassen und wenn das Wasser verdampft ist, leicht anrösten.
  • Gekochte Maronen fein zerbröseln. Walnüsse hacken. Schalotten und Knoblauchzehe abziehen und fein hacken. 
  • 2-3 EL Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchwürfel glasig anbraten, Sojaschnetzel hinzu geben und mit anbraten. Die zerbröselten Maronen hinzu geben. Zutaten mit 3 EL Tomatenmark kurz karamellisieren lassen, mit ca. 100 ml Wasser aufgießen und gut durchmischen. Die Füllmasse abschließend mit Salz und Pfeffer würzen und in eine Schüssel geben. Die gehackten Walnüsse unterheben und die Füllung mit Hefeflocken würzen und 2 EL Kartoffelmehl binden.
  • Wirsingblatt mit dem Strunk zum Körper zeigend auf die Arbeitsfläche legen und darauf 2-3 EL Füllung geben. Das Wirsingblatt zuerst von unten einschlagen, dann die beiden Seiten über die Füllung klappen und alles das ganze nach oben hin zurollen. Jede Wirsingrolle mit einem Zahnstocher fixieren.
  • Die Wirsingrouladen in einer Pfanne mit heißem Fett von jeder Seite kurz anbraten, bis sie rundum leicht Farbe annehmen. Die Wirsingrouladen anschließend in eine Auflaufform schichten und für etwa 15 Minuten bei 160 Grad Ober- und Unterhitze in den Ofen schieben. Bei Bedarf mit etwas Flüssigkeit (Brühe, Öl oder etwas Wasser) übergießen.
  • Für die Rosmarin-Polenta: Rosmarinnadeln von den Stielen streifen und fein hacken. Eine kleine Zwiebel abziehen und fein würfeln. 
  • 1-2 EL Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebelstücke im heißen Fett anbraten und einen Liter Gemüsebrühe aufgießen. Brühe zum Kochen bringen. Polentagrieß nach und nach in die Brühe einrieseln lassen und mit einem Schneebesen kräftig rühren. Gehackte Rosmarinnadeln untermengen. Nach 3-4 Minuten unter ständigem Rühren ist die Polenta vollständig aufgequollen. Die Polenta etwa 5-6 cm hoch in eine Auflaufform schichten und kalt stellen. (Tipp: Die Polenta kann ebenfalls am Vortag zubereitet und dann im Ofen kurz erwärmt werden).
  • Vor dem Servieren der Polenta die Pilze verlesen, putzen und klein schneiden. Eine größere Zwiebel abziehen und fein hacken. Die Blätter von 4-6 Stängel Petersilie ebenfalls klein hacken. Zwiebelwürfel in einer Pfanne anbraten und Shiitake (oder Champignons) hinzu geben. Mit Salz und Pfeffer sowie frischer Petersilie würzen.
  • Vor dem Servieren Polenta mit einem Speisenring (oder einem Glas )ausstechen. Pilze auf die Polenta geben und das Ganze mit etwas Petersilie garnieren. Etwas frischen Pfeffer darüber geben.
  • Zubereitung der "Braten-Soße" (am Vortag oder noch früher zubereiten, da die Soße im Kühlschrank 2 Tage hält und auch gut eingefroren werden kann.): Zwiebel ungeschält in zwei Hälften schneiden. 2 Karotten klein schneiden, 3 dicke entrindete Selleriescheiben würfeln. Eine Knoblauchzehe, 1 Lauchstange (nur das Hellgrüne), eine halbe rote Paprika und 1 Kartoffel mit Schale ebenfalls klein schneiden.
  • Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelhälften auf den Schnittflächen anbraten, bis diese richtig braun sind. Dann das gesamte (Wurzel)gemüse dazu geben und ca. 3 Minuten anbraten lassen. 
  • 2 EL Tomatenmark dazugeben und kurz karamellisieren lassen. Zutaten mit einem Schuss Balsamico ablöschen und einem Schuss Rotwein (optional) ablöschen. Dann die Gemüsebrühe aufgiessen. Lorbeerblätter und Thymianzweige, Pimentkörner und zerdrückte Wacholderbeeren hineinegeben und die Zutaten salzen und pfeffern. Das Gemüse 20-30 Min kochen lassen. 
  • Anschließend alles durch ein Sieb passieren. Die dunkle Soße mit Mehl binden. Wer möchte, gibt Pflanzen Cuisine hinzu. Soße nach Belieben mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und einem Schuss Sojasoße abschmecken. 
Autor: Lea Green
Gericht: Mains, Weihnachtsrezepte

Wirsingrouladen mit Rosmarin-Polenta & Shiitake

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  1. Liebe Lea,
    Ich würde dieses Gericht gern an Weihnachten unseren Gästen anbieten. Leider fürchte ich, daß die Polenta nicht auf Anklang stößt.
    Welche Beilage würde Deiner Meinung nach noch gut passen?
    Vielen Dank und auch vielen Dank für die tollen Rezepte, die einfach nur Appetit machen.
    LG Susanne

    1. Lea Green Author says:

      Hallo Susanne,
      bitte entschuldige, dass ich mich jetzt viel zu spät bei dir zurück melde. Es war einfach zu viel los vor Weihnachten und ich hatte es nicht mehr geschafft, alle Blog-Komentare zu beantworten. Ich hoffe, du hattest ein köstliches und schönes Weihnachtsfest!! Welche Beilage hast du denn gewählt? Grundsätzlich passt fast alles zu den Rouladen – von Pasta über Kartoffeln bis hin zu Spätzle… ich hoffe, es ist gelungen!!
      Das nächste Mal kommt meine Antwort prompt – versprochen!
      Herzlichst Lea

  2. Liebe Lea,
    bereits das zweite Jahr in Folge wurde das Hauptgericht an Heiligabend nach deinem Rezept gekocht.
    Nach einem phänomenalen Nussbraten haben uns dieses Jahr die Wirsingrouladen mit Beiwerk schmecken lassen.
    Die Zubereitung war Dank der guten Beschreibung einfach. Allen Anwesenden hat es sehr gut geschmeckt.
    Vielen Dank & weiter so!
    Ich wünsche dir einen guten Rutsch in ein kulinarisch aufregendes 2022.

    Viele Grüße
    Julia

    1. Lea Green Author says:

      Hallo, liebe Julia,
      ich wünsche dir & deinen Liebsten einen wunderbaren Start in Neue Jahr, mit viel Energie, Gesundheit & tollen Genussmomenten.
      Herzlichen Dank, dass du mir so ein tolles Feedback geschrieben hast. Das hat mich so sehr gefreut. Habe mir selbst auch ein paar Tage frei genommen, um jetzt mit Power wieder durchstarten zu können. Freue mich auf alles, was in 2022 kommt!
      Bis ganz bald, zuwink Lea

  3. Liebe Lea,
    ich habe schon viele deiner Rezepte probiert und war jedes Mal begeistert. Gestern gab es die Wirsingrouladen und auch die haben mich und meinen Freund absolut überzeugt! Habe die Menge der Füllung etwas erhöht und kam mit meinem kleinen Wirsingkopf dann auf insgesamt 14 Rouladen. So gibt es sie heute nochmal, juhu!
    Freu mich schon drauf, noch weitere deiner tollen Rezepte auszuprobieren.
    Liebe Grüße und danke für deinen tollen Blog!
    Janina

    1. Lea Green Author says:

      Hallo Janina,
      das ist sooo schön, dass du mir Rückmeldung zum Rouladen-Rezept gibst. Ich freue mich immer riesig, zu hören, wie die Rezepte gelingen und schmecken. Die sind natürlich jetzt auch perfekt für die Jahreszeit! Hast du vielleicht auch schon gesehen, dass ich neben dem Blog jetzt auch ein kostenloses Online-Magazin herausbringe? Es heißt “Vegan en vogue”. Erst vor einer Woche ist die Winterausgabe erschienen. Dort findest du auch großartige Rezepte für die Winterzeit, Weihnachten und die Festtage – falls du noch ein bisschen mehr inspiration suchst, hier ist der Link.
      Sende viele liebe Grüße
      Bis ganz bal, deine Lea

  4. Liebe Lea,
    das Weihnachtsessen gab es heute schon bei uns ??, es macht zwar Arbeit, ist aber unbedingt die Mühe wert!
    Meine ganze Familie wünscht dir frohe Weihnachten und ganz entspannte Feiertage.
    Liebe Grüße
    Martina

  5. Hallo Lea, das Rezept klingt wirklich super lecker ! Meinst du ich kann auch einfach nur die Füllung der Rouladen machen und diese dann als Art Bratling? Bin leider die einzige vegan Essende in der Familie und muss mir noch ein gutes Gericht überlegen, während der Fleischbraten im Ofen schmort.
    Liebe Grüße
    Elisa

    1. Lea Green Author says:

      Liebe Elisa,
      danke für die Nachfrage. Ich glaube nur die Füllung als Bratlinge wird nicht gelingen. Das wird zu weich und Du willst ja sicherlich auch am Weihnachtsabend zeigen, wie lecker Dein veganes Essen aussieht und schmeckt. Meine Idee: mache Dir doch ein paar schöne Buletten bzw. Bratlinge. Die kannst Du schon zu Hause machen und dann vor Ort einfach aufwärmen (im Ofen, in der Mikrowelle oder in der Pfanne). Da gibt es ganz verschiedene. Zum Beispiel diese leckeren Bohnen-Grünkern-Bratlinge oder Du machst dir leckere Quinoa-Bratlinge oder auch ganz lecker: Brokkoli-Taler mit Sesam. In den einzenen Rezepten siehst Du natürlich immer, mit was ich die kombiniert habe, aber Du kannst dir ganz einfach einen schönen Dip und Salat oder Kartoffelsalat dazu machen. Zum Beispiel dieser ganz einfache Bohnendip ist toll oder Du machst dir ein schönes Hummus. Du kannst die Bulettchen und den Dip einfach zu Hause machen, dann beides in jeweils eine Frischhaltebox füllen und mitnehmen. Wäre das vielleicht etwas für Dich? Oder Du machst gleich ein Mealprep – zum Beispiel dieses Daal hier. Das ist auch toll.
      Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.
      Frohe Weihnachten & alles Liebe für Dich
      Deine Lea

  6. Liebe, liebe Lea,
    für dieses Rezept gebührt dir wieder ein mal großes Lob. Diese Rouladen sind eine Delikatesse! Die Konsistenz der Füllung ist noch mal eine ganz andere, und die Geschmacksmischung grandios. Ich war sehr gespannt auf den Geschmack der Soße und , wenn ich ehrlich bin, auch etwas skeptisch, aber die kam super an. Dagegen fiel die Rosmarinpolenta etwas ab, aber nur weil der Rest so extraklasse war 😉
    Insgesamt eine delicieuse Komposition, die zu Recht als Teil eines Weihnachtsmenüs angegeben wird, denn festlich ist es alle mal.
    Es grüßt ganz herzlich,
    Ursula

  7. Hallo liebe Lea,

    Herbstzeit ist “Deftiges-Essen”-Zeit. Und ich liebe deftiges Essen.
    Seit Tagen habe ich mich schon auf dieses tolle Gericht gefreut und gestern hatte ich einen Tag frei und da “musste” ich diese Wirsingrouladen zubereiten. Ich habe es richtig genossen die Rouladen zu kochen. Sooooo lecker, so herbstlich, so deftig. Ein Gedicht dieses leckere Essen. Keschde, so heißen Maronen hier bei uns in der Pfalz, hatte ich im Oktober im Wald gesucht und einige davon eingefroren. Die habe ich sehr gerne zu dem Gericht beigesteuert. Ich liebe Keschde 🙂
    Die Füllung super, hat alles zusammen gepasst. Und deine Bratensoße ist ein Traum. Ich habe nur das Gemüse nicht abgeseiht, sondern in der Soße gelassen. Perfekt.
    Super tolles, herbstliches Gericht, das ich sicherlich noch öfters kochen werde. Mein Mann und ich haben richtig geschlemmt. Gut dass ich soviel zubereitet habe, dass wir heute den Rest verdrücken können 🙂
    1000 Dank für das Rezept liebe Lea 🙂

    Übrigens, morgen gibt es Schupfnudeln mit Wirsinggemüse aus deinem wunderschönen Kochbuch

    Schöne Herbstzeit und vielen Dank für deine tollen Inspirationen 🙂

    Elke

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