Schwarzkohl-Pasta: So hast du das grüne Wintergemüse garantiert noch nie gegessen
Diese supergrüne Schwarzkohl-Pasta zeigt, wie vielseitig sich das heimische Wintergemüse zubereiten lässt. Schwarzkohl, auch Palmkohl oder Cavolo Nero genannt, schmeckt angenehm mild und leicht nussig und eignet sich hervorragend für eine cremige, vegane Pastasoße. Anders als bei klassischen Kohlgerichten wird der Schwarzkohl hier fein püriert und verwandelt sich in eine leuchtend grüne, aromatische Soße, die ganz ohne Sahne auskommt. Das einfache Schwarzkohl-Rezept ist ideal für die Herbst- und Winterküche und eine köstliche Alternative zu klassischen Pastagerichten mit Grünkohl oder Spinat.
Hast du schon einmal Schwarzkohl gegessen? Falls nicht, wird es höchste Zeit! Denn aus diesem noch ziemlich unbekannten Wintergemüse lässt sich eine unglaublich leckere Pasta zaubern. Und die sieht nicht nur fantastisch aus, sondern schmeckt auch ganz anders, als du es vielleicht von klassischen Kohlgerichten kennst.

Die Soße leuchtet intensiv grün, ist wunderbar cremig und schmeckt angenehm mild und nussig. Dafür wird der Schwarzkohl mit wenigen weiteren Zutaten fein püriert und anschließend mit der Pasta vermischt. Das Beste kommt zum Schluss: Frisch abgeriebene Zitronenschale und ein paar Chiliflocken sorgen für eine herrlich frische, leicht pikante Note. Ein unkompliziertes veganes Pastagericht, das richtig Eindruck macht und ganz nebenbei zeigt, wie köstlich Wintergemüse sein kann.
Schwarzkohl oder Palmkohl: Warum ist das gesunde Wintergemüse bei uns so unbekannt?
Ich frage mich schon lange, warum Schwarzkohl bei uns so selten angeboten wird. In Italien, vor allem in der Toskana, gehört er unter dem Namen „Cavolo Nero“ ganz selbstverständlich zur traditionellen Küche. Dort wird er für herzhafte Suppen, Eintöpfe und Gemüsegerichte verwendet. Besonders bekannt ist die Ribollita, eine deftige toskanische Brotsuppe mit Bohnen und Schwarzkohl. Bei uns hingegen muss man schon etwas suchen, um die schönen, dunkelgrünen Blätter zu finden. Doch in Bioläden und auf klassischen Wochenmärkten wird man oft fündig.

Denn obwohl er hier so unbekannt ist, wächst Schwarzkohl auch in unseren Breiten wunderbar! Ich habe ihn schon auf Feldern in Berlin gesehen und inzwischen wächst er sogar in meinem eigenen Garten in Wien. Seine langen, schmalen Blätter erinnern an Palmwedel, weshalb er auch Palmkohl genannt wird. Schwarzkohl ist ein typisches Herbst- und Wintergemüse, das kühle Temperaturen gut verträgt und bis in die kalte Jahreszeit hinein geerntet werden kann. Allerdings ist er nicht ganz so frosthart wie klassischer Grünkohl.
Auch geschmacklich hat Schwarzkohl einiges zu bieten. Im Vergleich zu Grünkohl ist er deutlich milder, weniger herb und hat ein feines, leicht nussiges Aroma. Seine Blätter werden beim Garen angenehm zart und eignen sich deshalb nicht nur für Suppen und Eintöpfe, sondern auch hervorragend für Pasta, Pesto und cremige Soßen.

Und gesund ist er obendrein: Schwarzkohl liefert reichlich Vitamin C, wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium und Kalium sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, darunter antioxidativ wirkende Carotinoide. Gerade in der kalten Jahreszeit ist er damit eine wunderbare Bereicherung für eine abwechslungsreiche, pflanzenbasierte Ernährung.
Schwarzkohl-Rezepte: So vielseitig lässt sich Palmkohl vegan zubereiten
Schwarzkohl gehört schon seit vielen Jahren zu meinen absoluten Lieblingskohlsorten. Als vegane Köchin experimentiere ich unglaublich gerne mit saisonalem Gemüse und gerade Palmkohl hat es mir mit seinem feinen, leicht nussigen Geschmack besonders angetan. Schon 2014 habe ich auf meinem Blog mein erstes Rezept mit Schwarzkohl veröffentlicht: eine Schwarzkohl-Shiitake-Pasta mit Zedernkern-Parmesan. Die Kombination aus herzhaften Pilzen, zartem Kohl und würzigem veganem Parmesan schmeckt einfach wunderbar!

Aber Schwarzkohl kann noch viel mehr als Pasta! Besonders köstlich ist er auch in meiner Rosmarin-Nuss-Polenta mit Shiitake und Schwarzkohl. Und falls du Palmkohl noch nie roh probiert hast, solltest du unbedingt meinen winterlichen Powersalat mit Kaki, Granatapfelkernen und Pekannüssen ausprobieren. Die Kombination aus leicht herbem Kohl, süßen Früchten und knackigen Nüssen ist einfach großartig.



Ob roh im Salat, kurz angebraten, als Gemüsebeilage oder fein püriert zu einer cremigen Pastasoße: Schwarzkohl ist unglaublich vielseitig. Und nach vielen Jahren Erfahrung mit der veganen Küche kann ich dir nur empfehlen, diesem oft unterschätzten Wintergemüse unbedingt eine Chance zu geben.

Meine 5 Profi-Tipps für eine cremige, leuchtend grüne Schwarzkohl-Pasta
Wenn du Schwarzkohl bisher nur als Gemüsebeilage oder aus Eintöpfen kennst, wirst du überrascht sein, wie wunderbar er sich für eine Pastasoße eignet. Damit die Soße ihre tolle grüne Farbe behält und richtig schön cremig wird, gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Hier kommen meine fünf Tipps aus der veganen Küche:
- Schwarzkohl von den harten Mittelrippen befreien: Die langen, dunklen Blätter haben eine ziemlich feste Mittelrippe, die auch beim kurzen Garen oft faserig bleibt. Deshalb streife ich die Blätter vor der Zubereitung einfach mit den Fingern vom Stiel ab.
- Den Schwarzkohl nur kurz blanchieren: Vier bis fünf Minuten in kochendem Wasser reichen aus, um die Blätter weich zu bekommen. Anschließend sofort in kaltem Wasser abschrecken. So wird der Garprozess gestoppt und die schöne grüne Farbe bleibt besser erhalten.
- Pastawasser nicht wegschütten: Das stärkehaltige Kochwasser ist bei cremigen Pastasoßen Gold wert! Ich gebe zunächst etwa 100 ml mit in den Mixer. Falls die Soße später noch zu dick ist, kannst du einfach etwas mehr hinzufügen.
- Die Soße wirklich fein pürieren: Ich verwende dafür am liebsten einen leistungsstarken Standmixer. Durch das gründliche Mixen verbinden sich Schwarzkohl, Tofu, Walnüsse und Olivenöl zu einer wunderbar sämigen Soße. Falls dein Mixer Schwierigkeiten hat, gib das Pastawasser nach und nach dazu.
- Zitrone und Chili erst zum Schluss: Schwarzkohl hat von Natur aus ein angenehm nussiges Aroma. Ein Spritzer Zitronensaft bringt die Soße geschmacklich wunderbar zur Geltung. Besonders gerne gebe ich noch etwas frisch abgeriebene Zitronenschale und Chiliflocken über die fertige Pasta. Das macht für mich den Unterschied!
Schwarzkohl-Pasta selber machen: So einfach geht’s!

Jetzt aber ran an den Schwarzkohl! Du wirst sehen, wie einfach sich aus den dunkelgrünen Blättern eine herrlich cremige Pastasoße zaubern lässt. Und vielleicht wird Schwarzkohl ja auch bei dir bald zum Lieblingsgemüse. Viel Spaß beim Ausprobieren und lass es dir schmecken.

Supergrüne Schwarzkohl-Pasta
Zutaten

Für die Pasta
- 350 g vegane Pasta
- 1 TL Salz
Für die Soße
- 120 g Schwarzkohl
- 1 Handvoll Babyspinat
- 80 g Tofu in Stücke gebrochen
- 40 g veganer Feta oder einfach 50 g mehr Naturtofu
- 2-3 Zehen Knoblauch, geschält
- 35 g Walnüsse oder geröstete Pinienkerne
- 1 EL Hefeflocken
- 4 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
- 1 Prise Pfeffer
- 100 ml Pastawasser
- 1 TL Zitronensaft + Zitronenzesten zum Garnieren
- 1/2 TL Chiliflakes (optional zum Garnieren)
Anleitungen
- Pasta in gesalzenem Wasser "al dente" kochen, abgießen, das Pastawasser auffangen, die Nudeln mit Wasser durchspülen und mit einem feuchten Tuch abgedeckt zur Seite stellen.

- Schwarzkohlblätter von den harten Rippen streifen.

- Schwarzkohl in kochendem Wasser rund 4-5 Minuten blanchieren.

- Kohl anschließend direkt in Eiswasser geben und gleich danach mit den Händen ausdrücken.

- Den blanchierten Kohl, Babyspinat, Tofu, veganen Feta, Knoblauch, Walnüsse, Hefeflocken, Olivenöl, Salz, Pfeffer und 100 ml Pastawasserr im Mixer cremig pürieren. Mit Salz abschmecken.

- Pasta mit der Soße vermengen und dabei nach Belieben noch etwas Pastawasser hinzufügen, bis alles schön cremig ist. Pasta mit Zitronensaft und Salz abschmecken und mit Zitronenzesten und Chiliflocken garniert heiß servieren.

Häufig gestellte Fragen zu Schwarzkohl und Schwarzkohl-Pasta (FAQ)
Schwarzkohl-Pasta ausprobiert? Ich freue mich auf deinen Kommentar!
Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Rezept ein bisschen für Schwarzkohl begeistern! Vielleicht hast du die dunkelgrünen Blätter ja schon längst für dich entdeckt oder probierst sie mit dieser cremigen Pasta zum ersten Mal aus? So oder so freue ich mich riesig, wenn du mir unten in den Kommentaren verrätst, wie dir das Rezept geschmeckt hat. Und natürlich bin ich auch neugierig, wie du Schwarzkohl am liebsten zubereitest. Tipps, Tricks und neue Ideen sind immer willkommen!

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Übrigens findest du auf meinem Instagram-Account auch ein Rezeptvideo zu dieser Schwarzkohl-Pasta. Dort zeige ich dir Schritt für Schritt, wie einfach die Zubereitung ist und wie herrlich cremig und leuchtend grün die Pasta am Ende auf den Tisch kommt.
Bis ganz bald & genieße den Herbst
Deine Lea