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Lea Green - Autorin des Foodblogs VEGGIESIhr Lieben, bevor wir zu dieser köstlichen, veganen Thunfischpizza kommen, möchte ich kurz ein paar Worte zur derzeitigen Corona-Krise sagen. Auch wenn sicherlich viele von euch das Thema nicht mehr hören können. Ich mache es kurz, versprochen. Aber ein einfaches „weiter so“ ist angesichts der aktuellen Entwicklungen schwierig, gerade auch für mich als Bloggerin. Denn wie sollen wir Food-Blogger als Autoren und Akteure im öffentlichen Leben auf die gegenwärtige Pandemie reagieren und sollen wir überhaupt reagieren? Was erwarten unsere Leser und Fans jetzt von uns? Ablenkung und Zerstreuung? Hilfestellungen für einen Alltag, der heute nicht mehr so ist, wie er gerade gestern noch war? Bitte schreibt mir hierzu gerne in den Kommentaren. Denn jetzt einfach weiterhin „nur“ leckere vegane Rezepte und Ernährungs-Inspirationen zu veröffentlichen, erscheint mir zu profan, versteht ihr? Mein Wunsch ist es, Euch zu unterstützen, Euch Mut zu machen, aber auch Freude zu schenken und viel positive Energie zu versprühen. Daher war mein erster Gedanke, Euch in der näheren Zukunft vor allem Rezepte zu zeigen, die mit wenigen Zutaten und größtenteils auch Konserven auskommen. Natürlich ist nicht davon auszugehen, dass es zu längeren Lebensmittelengpässen kommt. Doch gerade jetzt unnötige Einkäufe zu vermeiden, soziale Kontakte einzuschränken und falls möglich, im Home Office zu arbeiten, ist sicherlich eine sinnvolle Maßnahme, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und dadurch unser Gesundheitssystem zu entlasten. Auch unser Immunsystem sollten wir jetzt über unsere Ernährung zusätzlich unterstützen. Ich weiß, viele von Euch sind jetzt doppelt belastet: Fehlende Kinderbetreuung, Sorgen um kranke Angehörige oder Arbeiten in den „risikoreichen“ und anstrengenden Berufen des Gesundheits- und Sozialsystems oder einfach in ganz klassischen Geschäften mit viel Publikumsverkehr sind eine große Herausforderung. Was immer Dich belastet, schreibe mir gerne.

Mit meinem heutigen Rezept für eine ganz schnell gemachte, unglaublich köstliche vegane Thunfischpizza möchte ich ein wenig Trost und Wohlgefühl zu Euch bringen. Ihr benötigt sehr wenige Zutaten und sie ist perfekt für die ganze Familie. Vielleicht hilft gerade Kochen und Genießen einigen von Euch, abzuschalten von Stress und Panikmache, Informationsflut und Ungewissheit. Mir geht es so. Ich liebe es, in der Küche zu stehen, Musik zu hören und mit all meiner positiven Energie köstliche vegane Gerichte zu kochen, die meinen Gästen, meiner Familie und mir selbst ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich hoffe, ich kann etwas von dieser Lebensfreude durch dieses leckere Rezept an euch weiter geben. Ich danke euch, dass ihr hier seid und bin froh, dies mit euch teilen zu dürfen, herzlichst Eure Lea

Zutaten für eine Pizza (2 Portionen)

Für den Teig

  • 250 g Dinkelmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1-2 EL Pflanzendrink (z.B. Haferdrink oder Mandeldrink) zum Bepinseln des Teigs vor dem Backen (macht den Teig schön golden)

Für den Belag

  • 1 Dose Kichererbsen* (400g Füllmenge/240g Abtropfgewicht)
  • 1 (rote) Zwiebel (ca. 90 g)
  • 1-2 Stangen Staudensellerie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Apfelessig* (oder 1 EL Zitronensaft)
  • 1 großer EL Tahini*
  • Salz & Pfeffer
  • 240 g TK-Blattspinat
  • 1 TL Sojasoße*

Für die vegane Bechamelsoße zum Überbacken

  • 15 g Mehl
  • 15 g Margarine
  • 200 ml Pflanzendrink
  • 1 TL scharfer Senf (optional)
  • 2 EL Hefeflocken* (ca. 10 g)

Zubereitung (25-30 Minuten)

  1. Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen und im Ofen mit erhitzen. Wenn man den Teig später auf das bereits heiße Blech gibt, wird der Pizzaboden besonders kross.
  2. 250 g Dinkemehl, 2 TL Backpulver, eine Prise Salz und 180 ml Wasser auf einer kräftig bemehlten Arbeitsfläche zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Bei Bedarf noch ein klein wenig mehr Mehl hinzu geben, bis ein geschmeidiger schöner Teig entstanden ist. Diesen vorerst kurz zur Seite stellen. Aufgehen muss er aber nicht, da ja keine Hefe im Teig enthalten ist.
  3. 240 g gekochte Kichererbsen abspülen und in eine große Rührschüssel geben. Kichererbsen mit einem Pürierstab zerkleinern (Achtung: Die Kichererbsen bitte nicht vollständig pürieren, nur etwas „stückeln“. Ihr könnt dafür auch eine Gabel benutzen, wenn ihr möchtet).
  4. 1 Zwiebel und eine Knoblauchzehe abziehen, klein schneiden und zu den zerkleinerten Kichererbsen geben. 2 Stangen Staudensellerie waschen, fein würfeln und ebenfalls untermengen. 2 EL Apfelessig, 1 gr. EL Tahini sowie Salz und Pfeffer unterrühren.
  5. TK-Blattspinat in einem Topf oder in der Mikrowelle langsam auftauen lassen, Wasser abgießen und den Spinat mit den Händen auspressen. Blattspinat mit 1 TL Sojasoße (oder Salz) würzen.
  6. 15 g Margarine in einem Topf erhitzen und schmelzen lassen. Mit einem Schneebesen 15 g Mehl einrühren und unter Rühren nach und nach 200 ml Pflanzendrink einrühren. Ebenso 10 g Hefeflocken und 1 TL scharfen Senf einrühren und die Soße cremig andicken lassen.
  7. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen.
  8. Pizzaboden dann auf das heiße Backblech geben. Den Rand des Pizzateigen mit etwas Pflanzendrink bepinseln. Dadurch erhält die Pizza eine schöne golden gebackene Farbe. Den Pizzaboden dann ohne Belag bei 200 Grad Umluft 10-12 Minuten im Ofen vorbacken, bis die Ränder beginnen zu bräunen.
  9. Heiße Pizza mit Blech aus dem Ofen holen. Bechamelsoße nochmals erwärmen, cremig rühren (bei Bedarf mit etwas Wasser strecken) und die Hälfte der Bechamelsoße über die Pizza verteilen. Dann den Kichererbsenbelag sowie den Spinat über die Pizza verteilen und die restliche Bechamelsoße auf die Pizza gießen.
  10. Belegte Pizza bei 200 Grad Umluft nochmals 10 Minuten fertig backen und genießen.

Die vegane Thunfischpizza wird unglaublich kross und lecker. Da die Pizza groß und üppig belegt ist, reicht sie normaler Weise für 2 Personen.

Macht es Euch schön und kommt gut durch diese ungewisse Zeit, herzlichst Eure Lea