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In diesem Blogbeitrag gibt es gleich zwei leckere vegane Rezepte für dich. Denn ich zeige dir, wie du cremig-köstliche Rahmpfifferlinge zubereitest und dazu gibt es einfache, vegane Zucchinipuffer. Das schmeckt super gut zusammen, aber du kannst die beiden Rezepte natürlich auch einzeln machen und die Pfifferlingrahmsoße z.B. mit Pasta kombinieren oder zu Kartoffeln essen. Die Zucchinipuffer schmecken natürlich auch als Burgerbratling oder du genießt sie mit leckeren Dips. Ganz wie du magst.

Zucchini und Pfifferlinge sind zwei Zutaten, die es im Hochsommer in Hülle und Fülle gibt. Man kann daher nie genügend Zucchinirezepte zur Hand haben und Pfifferlinge finde ich ohnehin großartig. Sie haben so ein herrliches pfeffrig-intensives, wildes Pilz-Aroma. Außerdem findet man sie wegen ihrer orange-leuchtenden Farbe ziemlich einfach beim Pilze-Suchen und da sie so ein markantes Aussehen haben, kann man sie auch kaum mit ungenießbaren Artgenossen verwechseln. Beim „Schwammersuchen“ früher waren es immer meine Favoriten.

Das Besondere an meinem Pilzrahm-Rezept für dich ist, dass ich hierfür wieder meinen geliebten „Sahneersatz aus weißen Bohnen“ mache. Ich habe diesen hier und auch auf Instagram schon mehrmals vorgestellt. Du kannst aber auch einfach eine gekaufte „Pflanzen Cuisine“ (Sahnealternative) für das Rezept verwenden. Ich bin jedoch ein riesiger Fan meiner „Bohnen-Sahne“, denn statt unnötig viel Fett enthält sie viele wertvolle, komplexe Kohlenhydrate und Eiweiß. Das Ergebnis ist aber mindestens genau so cremig und lecker, wie bei der Verwendung von pflanzlicher Sahne (z.B. Reis Cuisine o.ä.). Probiere es daher unbedingt aus. Die Bohnen-Sahne kann man z.B. auch benutzen, um eine gesunde Pasta Alfredo zu machen. Hast du es vielleicht sogar schon Mal selbst ausprobiert?

Die Zucchini-Puffer sind super schnell gemacht und ein Standard-Rezept in meiner Küche. Damit sie besonders gut schmecken, füge ich noch Sesam hinzu. So bekommen sie ein zusätzliches, tolles Aroma und sie schmecken warm wie kalt. Zusammen mit den Rahmpfifferlingen sind sie ein Gedicht.

Ich bin schon ganz gespannt auf deine Rückmeldung und freue mich über Kommentare hier auf dem Blog und auch darauf, deine Fotos auf Facebook oder Instagram zu sehen. Gutes Gelingen und lass‘ es dir schmecken, herzlichst Lea.

Zutaten (2-3 Portionen)

Für die Rahm-Pfifferlinge

  • 400 g frische Pfifferlinge
  • 100 g (rote) Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 70 g Räuchertofu (kann entfallen, sorgt aber für einen tollen herzhaften Geschmack)
  • 1/2 Bund bzw. 1 große Handvoll Petersilie
  • 1 Dose weiße Cannellini-Bohnen (in fast jedem Supermarkt/Biomarkt erhältlich, 250 g Abtropfgewicht)
  • 1 TL scharfer Senf
  • 2-3 EL Hefeflocken (ca. 12-15 g)
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 100 ml Pflanzendrink (z.B. Sojadrink oder Haferdrink oder Mandeldrink o.ä.)
  • Pflanzenöl zum Anbraten (z.B. Rapsöl, Avocadoöl oder Kokosöl)
  • 1 Schuss Weißwein (oder Gemüsebrühe)
  • 2 EL Sojasoße (bitte nutze Tamari für eine glutenfreie Rezept-Version)
  • Eine Prise Muskatnuss, frisch gerieben
  • Optional zum Würzen: 1 TL dunkle Misopaste (oder etwas mehr Sojasoße, Salz & Pfeffer verwenden)

Für die Zucchini-Puffer (je nach geformter Größe 6-8 Stück)

  • 800 g Zucchini
  • Salz
  • 4 EL Kichererbsenmehl
  • 2-3 EL Speisestärke
  • Muskat, frisch gerieben
  • Pfeffer
  • 2 EL helle Sesamkörner (optional)
  • Optional: Chiliflocken nach Belieben
  • Pflanzenöl um Anbraten (z.B. Rapsöl, Avocadoöl oder Kokosöl)

Zubereitung (25 Minuten für die Rahmpfifferlinge und rund 25 Minuten für die Puffer)

  1. Pfifferlinge verlesen, putzen, große Pilze etwas zerkleinern, Pilze mit Wasser abbrausen und vorsichtig in einem Küchentuch trocknen.
  2. Zwiebel abziehen und fein würfeln. Die Knoblauchzehe schälen. Räuchertofu fein würfeln. Petersilie waschen, trocken schütteln und hacken. Die weißen Cannellini-Bohnen in ein Sieb geben und gut abspülen.
  3. Zuerst fertigen wir einen „Sahneersatz“ aus weißen Bohnen an. Statt diesem könntest du aber auch eine beliebige Pflanzen Cuisine (vegane Sahne) verwenden. Weiße Bohnen zusammen mit der Knoblauchzehe, 2-3 EL Hefeflocken, 2 EL Olivenöl, 1 TL scharfen Senf, einer Prise Salz und Pfeffer sowie 100 ml Pflanzendrink im Mixer pürieren.
  4. Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebel- und Räuchertofuwürfel im heißen Öl kurz anrösten und dann die Pfifferlinge hinzugeben. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Zutaten nach 3-4 Minuten Bratzeit mit einem Schuss Weißwein ablöschen.
  5. Das gemixte Bohnenpüree einrühren, die gehackte Petersilie untermengen und ein paar Minuten sanft einköcheln lassen. Eine große Prise frisch geriebene Muskatnuss dazu geben. Rahmpilze mit Sojasoße würzen. Optional für Farbe und Geschmack dunkle Misopaste einrühren. Rahmsoße nach Belieben weiter mit Wasser oder Pflanzendrink in der Konsistenz strecken.
  6. Dann die Zucchinipuffer zubereiten. Für die Puffer die Zucchini waschen und mit einem Küchenhobel aufraspeln. Die Zucchiniraspel salzen und 20 Minuten in einer Schüssel „schwitzen lassen“
  7. Ganz wichtig ist, die Zucchiniraspel anschließend in einem Küchenhandtuch kräftig auszuwringen und über dem Waschbecken möglichst viel Flüssigkeit herauszupressen. Falls die Zucchini sehr feucht sind, kannst du sogar zwei Handtücher nacheinander verwenden. Es entweicht sehr viel Flüssigkeit.
  8. Die trocken gepressten Zucchiniraspel anschließend mit 4 EL Kichererbsenmehl, 2-3 EL Speisestärke, einer kräftigen Prise frisch aufgeriebener Muskatnuss sowie Pfeffer gründlich vermengen. Ich gebe auch noch 2 EL Sesamkörner und einen TL Chiliflocken hinzu. Dies ist aber optional.
  9. Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen. Mit den Händen kleine Zucchinipuffer-Portionen formen und im heißen Fett beidseitig anbraten. Mein Tipp: Mache die Zucchinipuffer nicht zu groß, sondern lieber mehrere kleine, damit sie gut durchbraten. Außerdem sollte die Hitze nicht zu hoch sein. Sonst verbrennen die Puffer außen schnell, sind aber innen noch ganz roh. Lieber etwas länger bei mittlerer bis oberer Hitze braten.
  10. Dann die Pfifferlingrahmsoße nochmals erwärmen und die Puffer mit reichlich cremiger Pfifferlingsoße servieren. Ich habe noch Sprossen hinzu gegeben und etwas gerösteten Sesam über die Puffer gestreut. Guten Appetit!

Du kannst die herrliche Rahmsoße natürlich auch mit Champignons, Shiitake, Seitlingen oder Steinpilzen zubereiten. Wenn du kleine, angebratene Seitanstücke sowie Spargel und Erbsen hinzu gibst, kannst du auch ein leckeres Frikassee mit Reis machen.