Rohveganer Rüblikuchen mit Cashew-Frosting

Hattu Möhrchen?! Einmal gehört und nie mehr vergessen. Hätte ich mir im Leben bloß wichtigere Dinge als doofe Häschenwitze merken können. Aber Kaninchen hatten es mir schon immer angetan. Als Kind hatte ich selbst eines. Schwarz war es, Coco hieß es und es hat jeden gebissen außer mich. Ich habe es sehr geliebt. An den Osterhasen habe ich auch sehr lange geglaubt. Den habe ich mir damals so ein bisschen vorgestellt wie Bugs Bunny. Und Bugs Bunny war cool. Der hatte immer Möhrchen. Und heute? Heute glaube ich nicht mehr an den Osterhasen, aber freue mich unglaublich, meine Freunde mit dieser fabelhaft leckeren rohveganen Rüblitorte verwöhnen zu dürfen. Beim Wort “rohvegan” sehe ich dann immer zuerst in erstaunte und misstrauische, später in strahlende Gesichter. Für dieses Rezept habe ich mir bei der fabelhaften Emily von “This rawsome vegan life” ganz viel Inspiration geholt, Rezepte kombiniert und nach meinen Vorstellungen modifiziert. Ihre rohveganen Kuchen und Köstlichkeiten sind legendär. Ich liebe “no-bake cakes” einfach! Hattu Hunger? Bittu neugierig? Muttu nur dieses Rezept machen!

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Rohveganer Rüblikuchen mit Cashew-Frosting

Zutaten

Zutaten für den Tortenboden

  • 100 Gramm Walnüsse
  • 100 Gramm entsteinte, weiche Datteln
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 3 EL gepopptes Amaranth
  • 3 EL Leinsamen geschrotet
  • 2 EL frischer Orangensaft

Zutaten für die Tortenfüllung

  • 100 Gramm entsteinte, weiche Datteln
  • 100 Gramm Walnüsse
  • 1,5 EL Zimt
  • 1 TL Vanille gemahlen
  • 1-2 EL Ahornsirup
  • 250 Gramm Haferflocken fein
  • 3 EL feine Kokosraspeln
  • 2-3 EL frischen Orangensaft

Zutaten für das Frosting & Topping

  • 200 Gramm Cashewnüsse
  • 3 EL frischer Zitronensaft
  • 2 EL Kokosöl (geschmolzen)
  • 4 EL Ahornsirup
  • 2-3 EL frischer Orangensaft
  • 25-30 Gramm Pekanüsse
  • 1 Hand voll gerösteter Kürbiskerne
Tipp: Das Rezept ist auf eine Springform bzw. Torte mit 15 cm Durchmesser ausgelegt. Dies ist also eine sehr kleine Torten-Springform. Da es sich aber um eine "Rohkost-Torte" handelt, die sehr gehaltvoll ist, reicht sie locker für 6-8 Portionen

Anleitungen

  • Die Cashewnüsse am Besten über Nacht, mindestens aber 5-6 Stunden in Wasser einweichen lassen.
  • Mit der Zubereitung des Tortenbodens beginnen. Dafür Walnüsse, Datteln, Agavendicksaft und geschrotete Leinsamen in einen Mixer geben. Zutaten zu einer gleichmäßigen Masse pürieren. Wenn die Masse dabei ins Stocken kommt oder die Schneidblätter leer drehen, Zutaten mit einem Löffel immer wieder nach unten drücken bzw. verdichten. Wenn eine gleichmäßige Masse entstanden ist, das gepoppte Amaranth und 2 EL frischen Orangensaft dazu geben und nochmals pürieren. Die Tortenmasse gleichmäßig auf den Boden der Springform verteilen und andrücken.
  • Nun die Füllung zubereiten. Karotten gut waschen und mit einer Küchenreibe fein aufreiben. Die geriebenen Karotten zusammen mit den Datteln, Walnüssen, dem Ahornsirup sowie Zimt und gemahlener Vanille in einen Mixer geben und ebenfalls zu einer homogenen Masse verarbeiten. Da mein Mixer bei dem Untermengen der Haferflocken streikt, nehme ich die Masse zu diesem Zeitpunkt aus dem Mixer und gebe sie in eine Schüssel. Nun knete ich die Haferflocken sowie die Kokosraspeln per Hand in die Masse. 2 EL Orangensaft machen die Tortenfüllung schön saftig und aromatisch.
  • Bevor ich die Tortenfüllung in die Springform gebe, bereite ich das Frosting zu, da eine Schicht Frosting die Torte im Inneren durchzieht.
  • Die eingeweichten Cashewnüsse abgießen, abspülen und in den Mixer geben. Zusammen mit Zitronen- und Orangensaft sowie Ahornsirup und geschmolzenem Kokosöl ein gleichmäßiges, sämig-feines Frosting pürieren. Auch hier schiebe ich die Zutaten immer wieder mit einem Löffel im Mixer nach unten. Das Frosting habe ich recht lange gemixt, damit es ganz fein und cremig wird, ich denke fast 10 Minuten (mit kleineren Pausen, damit der Mixer nicht so heiß wird)
  • Nun schichte ich die Torte weiter ein. Auf den Tortenboden gebe ich die Hälfte der Tortenfüllung und drücke sie gleichmäßig fest. Darauf kommen einige Löffel Frosting, bis eine gleichmäßige Schicht entstanden ist. Auf die Frosting-Schicht kommt nun die restliche Tortenfüllung. Die Torte gebe ich nun etwa 10 Minuten in den Tiefkühler, damit einerseits das Kokosöl in der Frosting-Schicht hart wird und damit andererseits alle Zutaten sehr kompakt steif werden, um die Springform ohne Probleme zu entfernen.
  • Nach 10 Minuten im Tiefkühler nehme ich die Torte aus der Springform und löse sie mit einem Messer vorsichtig vom Tortenboden. Torte auf den gewünschten Servierteller/Tortenteller setzen. Restliches Frosting mit einem Löffel auf die Torte auftragen. Frosting mit Pekanüssen und gehackten Kürbiskernen nach Belieben belegen und bestreuen. Die Tote ist damit ab sofort verzehrfertig!
Tipp: Ich bin (noch) kein Profi in Sachen rohvegan. Doch ich denke, dass das gepopptes Amaranth keine Zutat für Rohkost-Speisen im engeren Sinne ist, da das Korn schließlich erhitzt wurde, um es zu "poppen". Ihr könnt das gepoppte Amaranth aber einfach durch etwas mehr Leinsamen ersetzen, falls Ihr ausschließlich rein rohe Zutaten verwenden möchtet.
Autor: Lea Green

Rohveganer Rüblikuchen

Rüblikuchen vegan & roh

Roher Rüblikuchen angeschnitten

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  1. Hallo…. 🙂

    Bilde ich mir das ein oder sind 250g Haferflocken ziemlich viel für eine 15er Form???

    1. Lea Author says:

      Hi Denni,
      also zuviel ist es nicht, aber der Kuchen wird sehr hoch und sehr kompakt. Er wird genau so, wie auf dem Foto zu sehen 😉 Ich hoffe, es klappt und schmeckt, herzlichst Lea

  2. Liebe Lea,

    Möhrenkuchen ist in meiner Familie keine Neuheit; ein roher Möhrenkuchen hingegen schon 😉
    Und während ich ihn auch durchaus lecker fand, aber nicht der größte Fan bin, konnte mein Vater sich vor Begeisterung kaum einkriegen. Wenn auch skeptisch, begeistert er sich inzwischen fast am meisten für die ganzen rohveganen Kuchen, die ich von deinem Blog auftische, dazu bei manch anderen Gerichten auch noch eine tolle Anekdote 😉

    Liebe Grüße,
    Ursula

  3. Liebe Lea,
    Deinen Blog mag ich sehr und habe auch schon einiges erfolgreich pobiert. Danke für die tollen und leckeren Ideen! Momentan reiz mich die rohvegane Rüblitorte sehr, aber ich frage mich, wie schnell er verzehrt werden muss? Meinst Du, sie ist auch am Tag nach der Zubereitung noch essbar? Kenne mich leider noch gar nicht mit rohköstlichem Backen aus, dehalb die Frage. Freu mich auf Deine Antwort!
    Vielen Dank und liebe Grüße, jana

    1. Lea Author says:

      Hallo Jana,
      danke, dass Du mir schreibst. Du, das ist gar kein Problem, den Kuchen bis zu 2-3 Tagen im Kühlschrank aufzubewahren. Er ist ja vegan! Das heisst, sehr leicht verderbliche tierische Proteine sind in diesem “Raw Cake” ja gar nicht enthalten. Mach’ das ruhig und genieße ihn, der schmeckt super-lecker!! Liebe Grüße Lea

      1. Dankeschön! Ich freu mich drauf!
        LG

  4. Oh mein Gott! Diese Torte! Dieser Blog! Ich bin verliebt und würde am liebsten einziehen!

  5. Toll, dass ich Deinen Blog bei facebook gefunden habe.Hammer-Rezept. Sollte ich etwas Zeit finden mach ich den Kuchen auf jeden Fall nach. der sieht sooooooo lecker aus.
    Süße Grüße
    Anja

  6. Die Torte sieht unglaublich lecker aus und die Tage habe ich seit langer Zeit mal wieder eine traditionelle Rüblitorte gebacken. Jetzt wäre es an der Zeit, mal die roh-vegane Form auszuprobieren. Ich bin schon sehr gespannt, wie sie schmeckt.
    Es grüßt die Billa

    1. Lea Author says:

      Hallo liebe Billa, schön wieder von Dir zu hören 😉 Ja, die Torte ist ein echtes Schmankerl. So schön und lecker kann rohvegan sein – aber ich stehe eh sehr auf die rohe “Back”kunst 🙂 zuwink Lea

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